Ernst Happel oder: Der „statische Libero“

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Ernst Happel war eine der legendärsten und einflussreichsten Fußballpersönlichkeiten Österreichs. Das revolutionäre Pressing, große Erfolge als Trainer und stets einen „Tschick“ im Mund – das ist Ernst Happel für die meisten. Doch wie war Happel eigentlich als aktiver Spieler? Welche Positionen nahm er ein? Wofür war er bekannt? Ein Blick zurück.

Ernst Happel erblickte am 29. November 1925 in Wien das Licht der Welt. Seine ballesterische Affinität reicht weit zurück: Bereits zu seinem ersten Geburtstag strickte ihm seine Großmutter grün-weiße Söckchen, als kleiner Bub erhielt er von seinem Onkel ein Rapid-Dress – der Verein aus Hütteldorf wurde ihm also förmlich in die Wiege gelegt. Doch als Jugendlicher begeisterte sich Happel überwiegend für die Admira Wien mit all ihren Stars rund um Peter Platzer, Anton „Toni“ Schall und Adolf Vogl.

Auch selbst begann er schon in sehr jungem Alter, Fußball zu spielen. Nach der Schule lief er dem Ball oder dem berühmten „Fetznlaberl“ stundenlang hinterher. Happel war ein typischer Straßenfußballer – später sollte er selbst die Meinung vertreten, dass die besten und technisch versiertesten Kicker von der Straße kämen, da sie sich sehr früh an eine „raue“ Umgebung anpassen müssten. Bis zu seinem Probetraining bei Rapid waren es mehr als acht Jahre Straßenfußball. Dabei wurde er bereits früh aufgrund seiner technischen Beschlagenheit bestaunt. „Der Fußball ist für ihn mit der Hoffnung verknüpft, der engen und entbehrungsreichen Welt seiner Herkunft zu entkommen und ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Der Fußball hilft ihm, belastende familiäre und finanzielle Verhältnisse hinter sich zu lassen.“

Im Sommer des Jahres 1938 war es dann so weit: Als 12-Jähriger absolvierte Happel ein Probetraining bei Rapid. Sein Talent war unverkennbar, und Rapid-Jugendtrainer Leopold Nitsch wurde umgehend auf den Jungspund aufmerksam. Happel wurde als Erster von 100 Buben ausgewählt. Insgesamt schafften es nur ganze sechs Jugendliche, darunter die Körner-Brüder Alfred und Robert, mit denen Happel eine langjährige freundschaftliche Verbindung pflegen sollte. In Leopold Nitsch, der den Jungen förderte und an ihn glaubte, fand der spätere Erfolgstrainer einen „Ersatzvater“.

Von der Fortdauer des Zweiten Weltkriegs wurden auch die Grün-Weißen nicht verschont – zahlreiche Kicker mussten an die Front einrücken. Aufgrund dieses personellen Engpasses kam es dazu, dass Happel am 21. Februar 1943 erstmals im Aufgebot der Kampfmannschaft stand. An diesem Tag unterlag Rapid dem FC Wien auf der legendären Pfarrwiese mit 4:6. Sein Debüt beschrieb man wie folgt: „Die Hände trug er in den Hosentaschen, die Schuhe unterm Arm. Im Mundwinkel hing eine Zigarette.“ Prompt eroberte der exzellente Techniker die Herzen der Anhänger.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Spielbetrieb in Österreich rasch wieder aufgenommen. Happel und Rapid gewannen 1946 das Double und 1948 die Meisterschaft. Doch der „Wiener Spielstil“ geriet in der Nachkriegszeit in den Hintergrund. Futsch war die Leichtigkeit und Eleganz, die ihn jahrelang geprägt hatten – von den Spielern verlangte man nun viel mehr Härte. Ernst Happel ließ sich davon nicht beirren und hielt weiterhin an seinem „lässigen Spielstil“ fest. Seine Technik, Tricks und der „Wiener Schmäh“ erinnerten nicht wenige an das Wunderteam.

Durch seine konstant soliden Leistungen bei den Hütteldorfern wurde er bald ins Nationalteam einberufen. Sein Debüt absolvierte er am 14. September 1947 im ewigen Klassiker gegen die Ungarn, die mit dem 20-jährigen Ferenc Puskás nach Wien reisten. Eigens für diese Begegnung holte man Franz „Bimbo“ Binder, der mit 39 (!) Grad Fieber auflief, aus dem Ruhestand zurück – und das machte sich bezahlt: Durch sein Mitwirken gewannen die Österreicher mit 4:2. Vor dem Match war Happel von einem Journalisten gefragt worden, ob er nervös sei. Darauf antwortete er mit all seiner Schlagfertigkeit: „Blödsinn, warum soll ich nervös sein? Die Ungarn sind zwar gut, aber wir sind auch keine Wedeln. Wir putzen die Schattendribbler weg.“ In den nächsten Jahren sollte Happel in der Nationalmannschaft zu einem würdigen Nachfolger von Wunderteam-Kicker Karl Sesta avancieren. Im Jahr 1948 nahm er mit dem Nationalteam am Olympischen Fußballturnier teil, wo man sich im Achtelfinale den Schweden mit dem legendären „Gre-No-Li“-Trio geschlagen geben musste.

Ende der 1940er- und in den 1950er-Jahren erlebte „Aschyl“, wie Happel im Zuge einer Tournee in Athen von seinen Kollegen getauft wurde, den Höhepunkt seiner Karriere. 1951 und 1952 wurde er mit Rapid Meister und gewann darüber hinaus den Zentropacup im Jahr 1951. Von 1948 bis 1951 wurde er gleich viermal ins Team der Saison gewählt und erhielt den Titel „Da Wödmasta“, der von Josef „Pepi“ Blum, Teamkapitän von 1921 bis 1931, auf ihn überging. Er beherrschte ein hervorragendes Stellungsspiel, war ein gefürchteter Freistoß- und Elfmeterspezialist und wurde als „Jongleur“ sowie „Artist“ gepriesen. „Ein Spieler, der in Wien die besondere Wertschätzung des Publikums erlangen will, muss auf dem Platz technisch versiert und außerhalb des Spielfelds ein charmanter Plauderer und schlagfertig sein.“

Auf der anderen Seite pflegte Happel mitunter einen sehr leichtsinnigen und disziplinlosen Spielstil. So kam es zu kuriosen Szenen mit seinem besten Freund, seinem „Busenfreund“ Walter Zeman, der das Tor von Rapid hütete. Beispielsweise testete Happel seinen Schlussmann während des Spiels mit kräftigen Schüssen – und Zeman parierte. Doch es konnte auch vorkommen, dass aus diesen „Kunststückerln“ ein Eigentor resultierte. In diesem Fall rief „Aschyl“ seinem Schlussmann zu: „Heast Böhmischer, den Schuss hätt ich mit mein Kapperl rausg’haut“, oder: „Sei froh, dass i di net am Kopf dawischt hab, sonst wärst totgang’n.“

Im Frühjahr 1949 befand sich Rapid unter Johann „Hans“ Pesser auf Brasilien-Tournee, wo den Hütteldorfern eine völlig neue Spielweise aufgezwungen wurde. Diese brachte weitaus größere Freiheiten für die Verteidiger mit sich – Happel „erfindet“ also den „statischen Libero“, den er sich von den Südamerikanern abgeschaut und durch seine eigenen Fähigkeiten modifiziert hatte. Von Journalisten wurde er als „immer ein Genie mit dem Ball“, aber „nie ein Athlet“ bezeichnet – wonach er für diese Position beste Voraussetzungen mitbrachte. Künftig hatte Happel einen enormen Zeitvorteil und konnte in Ruhe überlegen, was er als Nächstes machen würde. In der Defensive konnte er die Fehler seiner Vorderleute ausbessern, nach vorne hin blieb Zeit für überlegte 40-Meter-Pässe. Er wurde zum ersten „Ausputzer“ Europas.

Rapid-Sektionsleiter Franz Binder erkannte, dass das damals von vielen Vereinen praktizierte „Pyramidensystem“, bestehend aus zwei Verteidigern, drei Läufern und fünf Stürmern, nicht mehr aktuell war – und übernahm das brasilianische System. Diese taktische Veränderung erklärte die so erfolgreiche Ära der Grün-Weißen und war ein entscheidender Grund dafür, dass auch das Nationalteam zu Beginn der 1950er-Jahre mit dem Wunderteam in Verbindung gebracht wurde. Die Hütteldorfer zählten damals neben Honvéd Budapest und Austria Wien zu den besten Vereinsmannschaften Europas. 1953 schlug man beispielsweise den englischen Meister Arsenal, der von Josef „Pepi“ Uridil gecoacht wurde, mit 6:1. Doch als der Meistercup zur Spielzeit 1955/56 eingeführt wurde, kam dieser für die ältere Generation zu spät. Auf der anderen Seite läutete der 1:0-Auswärtserfolg der Nationalmannschaft in Schottland den Auftakt zu einer glanzvollen Epoche ein. Ernst Happel, Walter Zeman und Co. lieferten an jenem 13. Dezember 1950 eine phänomenale Abwehrschlacht, die dem Keeper den Spitznamen „Panther von Glasgow“ einbrachte. Für das Goldtor sorgte der Austrianer Ernst Melchior, der „G’scherte“. Auch die Ära des Wunderteams hatte mit einem Sieg über Schottland begonnen. Unter Trainer Walter Nausch schlugen die Österreicher die damals besten Nationen der Welt – doch die Weltmeisterschaft kam – wie sich noch zeigen wird – einmal mehr zu spät, als viele Leistungsträger ihren Zenit bereits überschritten hatten.

Höhepunkt der Nausch-Ära war zweifellos die Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz. Die Österreicher wurden nach wie vor zum engeren Titelkreis gezählt. Der schwedische Superstar Gunnar Nordahl meinte beispielsweise, dass nur die Österreicher den Ungarn bei dieser WM Paroli bieten könnten. Kurz vor dem Großereignis absolvierte das Team die Generalprobe – Gegner war kein Geringerer als Ungarn, das kurz zuvor das „Jahrhundertspiel“ gegen England mit 6:3 gewonnen hatte. Das einzige Tor dieser Begegnung fiel auf kuriose Weise: Ernst Happel hatte seinen Schlussmann und „Busenfreund“ Zeman wieder einmal mit einem harten Schuss testen wollen, worauf ein Eigentor resultierte. Auch im letzten Test vor der WM erhielten die Rot-Weiß-Roten nur einen Gegentreffer – abermals durch ein Eigentor Happels.

In der Gruppenphase hingegen zeigte sich „Aschyl“ wieder von seiner Schokoladenseite. Der Auftakt gelang mit einem 1:0 über Schottland. Laut der legendären österreichischen Sportmoderatoren-Legende Heribert Meisel waren die Verteidiger Happel, Karl Koller und Leopold Barschandt immer wieder die „Türme in der Not“, und Happel selbst wurde als „Fels in der Brandung“ bezeichnet. Drei Tage später blieb die Mannschaft auch gegen die Tschechoslowakei siegreich, wodurch sie sich für das Viertelfinale qualifizierte.

Der 26. Juni 1954 ging als „Hitzeschlacht von Lausanne“ in die WM-Annalen ein. Bei brütender Hitze von 40 Grad Celsius empfing Gastgeber Schweiz die Österreicher. Die von Karl Rappan trainierte „Nati“ führte bald mit 3:0. In der 20. Minute erhielt ÖFB-Tormann Kurt Schmied einen schweren Sonnenstich. Da Auswechslungen damals noch nicht erlaubt waren, stellte sich Teammasseur Pepi Ulrich hinter seinen Kasten und „dirigierte“ ihn mit simplen Anweisungen. Die Hintermannschaft hatte alle Hände voll zu tun – unter allen Umständen wollte man Torwart Schmied schützen. Zur Pause stand es verrückterweise 5:4 für Österreich. Unterdessen hatten auch schon der Tormann sowie der Kapitän der Rappan-Elf einen Sonnenstich erlitten. Nach 60 Minuten stand es 6:5 für die ÖFB-Auswahl, ehe Happel mit einer erneuten Leichtsinnigkeit – er hatte den Ball mit dem Gesäß gestoppt – beinahe den Ausgleich verursacht hätte. Doch an diesem Tag hatte die Nausch-Elf das nötige Glück auf ihrer Seite und gewann schließlich mit 7:5.

Im Halbfinale jubelte man im Lager der Österreicher bereits frühzeitig über ein „Freilos“ – Gegner war die BR Deutschland. Nachdem Schmied weiterhin außer Gefecht war, musste der Ersatztormann nachrücken. Die Optionen fielen eher bescheiden aus: Zeman blickte mittlerweile gerne etwas tiefer ins Gläschen, und Franz Pelikan war der nervlichen Herausforderung keinesfalls gewachsen. Happel meinte dazu: „Wenn der Zeman vor dem Match nicht zwei Viertel g’stemmt hatte, war er nicht in Form.“ Schließlich entschied man sich doch für Zeman. Die Vorzeichen standen nicht gut – auch „Aschyl“ hatte sich nicht an die Regeln gehalten: „Er hatte Magenbeschwerden, weil er sich beim Essen nicht gehalten hat, sondern immer ‚Schweden Bomben‘ genascht hat.“ Bei „Fritz-Walter-Wetter“ geriet die österreichische Mannschaft gegen Deutschland, das man maßlos unterschätzt hatte, mit 1:6 unter. DFB-Coach Sepp Herberger baute auf der leichtsinnigen Spielweise Ernst Happels auf, worin er das entscheidende Manko des ÖFB sah. Kult-Journalist Meisel: „Die Mannschaft hat unfassbar versagt und einige Spieler haben dabei auch die Nerven verloren, so auf alle Fälle Zeman, aber auch Happel. Bei dem Stopper war es wieder einmal sein Leichtsinn beziehungsweise seine Disziplinlosigkeit, dass er, trotz ernster Ermahnung nach dem Schweizer Spiel, seine gefährlichen Spielereien im eigenen Strafraum nicht lassen konnte und dadurch den ungemein schnellen Deutschen Torchancen eröffnete, die sie sonst nie vorgefunden hätten.“

Im kleinen Finale gegen Uruguay wurde Happel dann gar nicht mehr aufgestellt und durch Walter Kollmann ersetzt. In weiterer Folge verzichtete er in den nächsten Jahren auf die Nationalmannschaft und wechselte im selben Jahr – 1954 hatte er mit Rapid noch die Meisterschaft geholt – auf Vereinsebene zum traditionsreichen Racing Paris. Als 28-Jähriger unterzeichnete er dort einen Zweijahresvertrag. Zur Saison 1956/57 kehrte er zurück in seine Heimat – zurück zu Rapid. Anfang November verloren die Hütteldorfer im Meistercup-Achtelfinale auswärts bei Real Madrid vor 125.000 (!) Zusehern mit 2:4. Im Rückspiel am 14. November 1956 – erstmals wurde im Praterstadion unter Flutlicht gespielt – absolvierte der mittlerweile routinierte Happel das wohl größte Match seiner aktiven Karriere. Zur Pause führte Rapid gegen das große „weiße Ballett“ mit 3:0 – Ernst Happel hatte durch zwei Freistöße (den ersten aus 30 Metern, den zweiten aus 25) und einen Elfmeter einen lupenreinen Hattrick erzielt. Doch den Madrilenen gelang durch einen Fallrückzieher von Alfredo Di Stéfano der Anschluss zum 1:3, wodurch es zu einem Entscheidungsspiel kam, da es die Auswärtstorregel damals noch nicht gab. Im dritten Spiel stellten die „Königlichen“ ihr Können abermals unter Beweis und gewannen mit 2:0. Real-Präsident Santiago Bernabéu wollte „Aschyl“ gleich in Madrid behalten, doch dieser entschied sich, weiterhin für die Grün-Weißen aufzulaufen. 1957 gewannen Happel und Rapid erneut die Meisterschaft und sorgten in der ersten Runde des Meistercups abermals für Furore. Gegen den großen AC Mailand erzwangen die Hütteldorfer erneut ein Entscheidungsspiel, in welchem man jedoch einmal mehr das Nachsehen gegenüber dem Kontrahenten hatte.

Nach seiner Wien-Rückkehr stand er auch bei der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden im ÖFB-Aufgebot. Der Mannschaft von Teamchef Josef „Pepi“ Argauer wurden im Vorfeld keine allzu großen Erwartungen zugesprochen – immerhin hatte die große Generation von Anfang der 1950er-Jahre ihren Zenit längst überschritten, zudem erwischte man mit Brasilien, Sowjetunion und England eine echte „Todesgruppe“. Ernst Ocwirk war gar nicht mit dabei, und Happel war mittlerweile 33 Jahre alt. Die ersten beiden Begegnungen mit Brasilien und der UdSSR verlor man erwartungsgemäß. Happel wurde im Spiel gegen die brasilianischen Samba-Tänzer besonders gelobt – dennoch wurde er zur Verwunderung vieler im nächsten Spiel, das sein insgesamt 50. gewesen wäre, nicht aufgestellt. Erst als ein Telegramm mit Glückwünschen eintraf, sahen sich die Verantwortlichen gezwungen, ihn im letzten Spiel gegen England aufzustellen. Dabei erreichte Österreich immerhin ein 2:2-Remis. „Das österreichische Team scheiterte insgesamt wegen mangelnder Durchschlagskraft und Disziplinlosigkeit, zu der Happel wesentlich beigetragen hatte. Einmal verließ er kurz vor Mitternacht über eine Feuerleiter sein Einzelzimmer, um sich mit Schwedinnen zu treffen, die das Mannschaftsquartier der Österreicher umlagerten. Argauer hatte bei einem Rundgang das leere Bett von Happel entdeckt und wartete vor dem Zimmer in einem Sessel auf den Spieler. Als Happel zur Rede gestellt wurde, antwortete er schlagfertig, er hätte nicht schlafen können und deshalb einen Spaziergang unternehmen müssen. Argauer wünschte Happel daraufhin, sollte er einmal Trainer werden, solche Spieler, wie er einer sei. Worauf Happel erwiderte: ‚I, a Trainer? Niemals! Da spring i liaber in die Donau!‘“

Ernst Happels Länderspielkarriere endete nach elf Jahren schließlich am 14. September 1958. Insgesamt absolvierte er 51 Einsätze und wurde dabei nie des Feldes verwiesen – bemerkenswert für einen Verteidiger. Mit Rapid zelebrierte er im Jahr 1957 seinen letzten von insgesamt sechs Meistertiteln. Am 11. April 1959 endete seine aktive Karriere mit einer 2:3-Niederlage gegen den Wiener Sportclub. Für Rapid verbuchte er von 1943 bis 1954 und 1956 bis 1959 insgesamt 240 Meisterschaftsspiele und 25 Treffer. Für Ernst Ocwirk ist Happel der „beste Verteidiger, den unser Land jemals hervorgebracht hat“.

Nach Beendigung seiner aktiven Karriere übernahm „Aschyl“ bei Rapid zunächst den Posten des Sektionsleiters, mit dem Ziel, die Grün-Weißen wieder zu einer Spitzenmannschaft von europäischem Format zu formen, und betreute gemeinsam mit Coach Robert Körner die Mannschaft. In diesen zwei Jahren krönten sich die Hütteldorfer zum Meister sowie Cupsieger und stießen bis ins Halbfinale des Europapokals der Landesmeister vor. Happel zeigte bereits früh, welche Wirkung er auch außerhalb des Feldes auf eine Mannschaft haben konnte.

Bild: © ORF Sport