Pflichtsiege für Rapid und Austria in Conference-League-Quali

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Rapid und Austria Wien ließen am gestrigen Abend in der zweiten Runde der Conference-League-Qualifikation nichts anbrennen und setzten sich jeweils mit 2:0 durch. Damit verschafften sich beide Vereine eine solide Ausgangslage für die Rückspiele.

Die Wiener Austria empfing den FC Spaeri, den amtierenden georgischen Cupsieger, der erstmals in seiner Vereinsgeschichte ein Europacup-Spiel bestritt. Entsprechend groß war die Vorfreude bei den Gästen aus Tiflis – organisatorisch stieß man aber schnell an Grenzen: Der Anpfiff verzögerte sich um fünf Minuten, da die Gäste eine falsche Farbe beim Stutzen-Tape verwendet hatten. Die Stimmung im Franz-Horr-Stadion war dennoch ausgelassen. Der aufgrund des Regens schnelle und rutschige Rasen ermöglichte eine offene Anfangsphase. Bereits in der vierten Minute setzte Spaeri das erste Warnsignal – ein Schuss verfehlte das Tor von Sahin-Radlinger nur knapp.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase übernahm die Austria mehr und mehr das Kommando. In Minute sieben traf Manfred Fischer zum 1:0. Bis zur Pause lag ein weiterer Treffer in der Luft – besonders Rückkehrer Manprit Sarkaria und Neuzugang Kang-hee Lee wussten zu überzeugen. Kapitän Fischer haderte trotz Führung mit der Chancenverwertung: „Das Spiel muss heute 5:0, 6:0 ausgehen.“ Kurz vor Schluss stellte Dominik Fitz per Handelfmeter auf 2:0 – ein hochverdienter Endstand. Das Rückspiel steigt am Donnerstag, dem 31. Juli, in Georgien.

Die Hütteldorfer mussten derweil ins 4.000-Seelen-Dorf Tuzi reisen, rund zehn Minuten außerhalb von Podgorica. Etwas mehr als 100 mitgereiste Rapid-Fans sorgten vor dem Anpfiff für Gänsehautmomente, als sie ihren ehemaligen Kicker (1999–2001) Dejan Savićević feierten – heute Präsident des montenegrinischen Fußballverbands. Die Anfangsphase gehörte dem FK Dečić, der mutig auftrat und einige gute Chancen verzeichnete. In der 17. Minute jedoch schlug Rapid erstmals zu: Neuzugang Jannes Horn köpfte zur Führung ein. Kurz vor der Halbzeit sprang einem Montenegriner im Strafraum der Ball an die Hand – Kapitän Matthias Seidl verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 2:0.

Nach dem Seitenwechsel passierte wenig Nennenswertes, ehe die Schlussphase nochmals Spannung brachte: Rapid-Keeper Niklas Hedl parierte stark, und auf der Gegenseite ließen zwei Joker der Stöger-Elf beste Gelegenheiten zum dritten Treffer aus. Es blieb beim 2:0. Trainer Peter Stöger zeigte sich dennoch kritisch: „Mit dem Spiel bin ich nicht ganz zufrieden. Es war nicht so, dass wir Probleme hatten, aber ich hätte mir mehr Konsequenz gewünscht. Standards sind etwas, was wir auf der Tagesordnung haben, ein probates Mittel. Wir hätten uns aber aus dem Spiel heraus mehr Aktivität und mehr Torchancen gewünscht. Man hat auch gesehen, dass wir im körperlichen Bereich noch einiges zu tun haben, doch das ist nicht überraschend.“

Foto: Daniel Shaked